Sablière - Ostern 2018

Paddelcamp im Tal der Cèze vom 14. - 29.04.2018

(Text und Fotos aus KSR-Nachrichten 2018/4)

Diesmal war es anders: Der traditionelle Ostertermin, das Wetter, die Natur, die Wasserstände, die Feuerstelle. Nach ein paar Absagen haben sich trotzdem noch 14 Paddler eingefunden, die unsere Traditionsfahrt „Sablière“ nicht missen wollten.

Hübies Anreise war schon am Donnerstag, dem 12.04., um im Vorfeld schon mal nach dem Rechten zu sehen. Empfangen wurden wir mit Regen und einer Uzès-Grußkarte von unseren Wassergeusen-Vorgängern, die es doch über Ostern geschafft hatten, vor uns schon hier zu sein. Auch die Feuerstelle haben sie für uns zurückgelassen nebst ein paar Scheiten Restholz, schön aufgeschichtet für die KSR-Paddler. Zeltaufbau auf nassem Untergrund - Plane vor den Bus spannen - erst mal schlafen. Der Regen hat uns eingelullt. Die Natur war noch am Schlafen, die Bäume zeigten erst mal nur ihre Knospen, wahrscheinlich nur auf dem Sprung, bei den nächsten Sonnenstrahlen für eine Explosion zu sorgen. Und die kam. Das Wetter hat sich beruhigt, die Sonne kam heraus, und die Natur ist schlagartig erwacht. Man konnte zusehen, wie die Knospen aufgeplatzt sind, um unser Camp mit üppigem Grün in eine Waldlandschaft zu versetzen. Schon nach einer Woche waren die Felsenlöcher am anderen Cèze-Ufer vor lauter Blattwerk nicht mehr zu sehen.

Der lange Regen vor unserer Ankunft hatte satte Wasserstände beschert, die unsere Paddel-Vorhaben etwas verzögert haben. Nahezu total zugespülte Brückendurchfahrten und angeschwemmte Baumleichen haben das Paddeln in der ersten Woche richtig eingeschränkt. Das Wetter hat es uns aber leichtgemacht, Sablière zu genießen, denn die Tagestemperaturen sind bis über die 25°C Marke hinaufgeklettert, haben sogar manchmal die 30°C erreicht. Diese Wassermassen verbunden mit Hochsommerwetter sind mal was ganz Besonderes gewesen.

So oft sind wir unsere Cèze noch nie gepaddelt. Die Strecke ab der Rochegude-Brücke war gefahrlos zu befahren bis hinunter zur Quelle, bei weniger Hochwasser auch ab der Rivières-Brücke, und dann auch endlich wieder bis nach Montclus.

Auch die Beaume hat uns wegen des hervorragenden Wasserstandes 2 wunderschöne Kenterungen beschert. Alles ist gut verlaufen, die Bergungen waren aufgrund der heftigen Strömungen etwas langwierig.

Die Ardèche war uns in der ersten Woche zu hoch, aber ab St. Maurice haben wir uns dann doch drauf gewagt und dabei in der starken Verschneidung im Auslauf der Ruomser Bootsgasse 2 Kenterungen geschafft.

Den allseits gefürchteten Charles-le-Magne-Schwall auf der Ardèche-Schluchtstrecke haben alle ohne Probleme bezwungen. Nur einer hat die Kurve nicht gekriegt und ist über die Felsbarriere ins Unterwasser gekratzt, war doch der Wasserstand auch hier noch recht üppig, sodass dies gut möglich war.

Selbst auf den Gardon haben wir uns anfangs wegen Hochwassers nicht gewagt, aber in der zweiten Woche ging es ab Russan wunderbar und ohne Probleme. Das Wehr in Collias konnte jetzt wieder über die Mauer überhoben werden und auch die Umtragestelle ist ganz komfortabel. Einen neuen Ausstieg kurz vor Remoulin hatten wir zuvor erkundet und jetzt auch benutzt und für sehr gut geeignet gefunden. An einer Rampe war gut auszusteigen und zum Aufladen kann man direkt auf den Platz fahren, wenn die Schranke offen ist. Könnte Probleme geben, wenn der Verleiher Theater macht. War aber keiner da, der uns in die Quere kam.

Unsere "Ostertafel" mit den gegrillten Hammelbein-Stücken war auch am Nicht-Ostersonntag eine ganz besondere Genussveranstaltung. Allen ist es gelungen, mit ihren persönlich zubereiteten Spezialitäten ein vielseitiges Vorspeisen- und Beilagen-Angebot aufzutischen. Das Grillfleisch ist diesmal wieder hervorragend gelungen und wir hatten einen wunderschönen und sehr bekömmlichen Dinner-Nachmittag mit Köstlichkeiten vom Feinsten.

Wer alle Paddeltouren fleißig mitgepaddelt ist, hat sich 156 wunderschöne Paddelkilometer in sein Fahrtenbuch eintragen können. Sablière war auch 2018 wieder eine tolle KSR-Veranstaltung, die wir nicht missen wollen. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer für die gute Kameradschaft und das problemlose Miteinander auf unserem wunderschönen Naturisten-Campingplatz. Wir kommen wieder.

  JüHü - im Mai 2018  (Fotos: Walter Übelhör)