Flussperlenwoche in Kehl 2019

11.10. - 18.10.2019

Es haben sich aus alter Gewohnheit die bekannten Gesichter eingefunden, um die herrlichen Altrheine rund um Kehl aufs Neue zu befahren. Matthias Scheer, der Campingpächter, hat uns die gewohnte Ecke wieder reserviert, wo wir ungestört unseren Gewohnheiten nachgehen können. Das Tönnchen kam jeden regenfreien Abend zum Einsatz.

Jetzt im Herbst, wenn sich die Blätter färben und die Sonne alles golden aufleuchten lässt, kommt man gerne hierher, um diese Natur zu genießen. An sechs Paddeltagen haben wir 132 Kilometer zurückgelegt, die Schaars haben sogar noch einen siebten Tag angehängt mit weiteren 23 Kilometern. So durften wir trotz teilweise widriger Wettervorhersagen meist im klaren und warmen Sonnenschein das Groschenwasser, den Ottenheimer Mühlbach nebst Holländerrhein, den Taubergießen mit Blinder Elz und die Ill in Frankreich befahren.

Erfreulicherweise war der Wasserstand ab Ottenheim sehr gut, sodass die ganze Strecke befahren werden konnte. Vor der Dammdurchfahrt bei Meißenheim hat das Wasserwirtschaftsamt eine Sperre vorgebaut, die auf jeden Fall eine Umtragung verlangt, obwohl die Durchfahrt bei völlig hochgezogenem Schott leicht möglich wäre. Über solche Bürokratie kann man sich nur wundern. Die derzeitige Baustelle auf der Blinden Elz am Ausstieg bei der Marinekameradschaft ist gut zu umfahren und man verlässt den See kurz vor dem Mündungs-Wehr am Holzsteg.

Unser traditioneller Pausenplatz am Groschenwasser hat sich ebenfalls leicht verändert, denn ein dicker Ast der dortigen Trauerweide ist abgebro chen und blockiert einen Teil des Ausstiegs, was sich aber für unsere kleine Gruppe keinesfalls als störend ausgewirkt hat. Wildschweinsuhlen begleiten auf allen Gewässern die Paddelstrecken, weiße und graue Reiher sieht man überall, Schwäne gibt es zuhauf und die Blesshühner flattern nach wie vor aufgeregt ins Schilf am Ufer. Auch Nutrias sind zu sehen, und neben den zahlreich zu beobachtenden verschiedenen Vogelarten freut man sich am Meisten über die zahlreichen Eisvögel, die auffliegen und davonschwirren. Ihr türkises Federkleid leuchtet weithin, wenn sie wie ein Pfeil dahinschießen und weiter vorne im Gebüsch verschwinden. Nur den schwarzen Schwan konnten wie dieses Jahr auf 2 Touren nirgendwo entdecken. Ob es ihn noch gibt?

Es gehört zum guten Brauch, dass an einem Abend die Campinggaststätte für ein Abendessen aufgesucht wird. Leider wird sich auch da etwas ändern, denn die Wirtin Susi Burgmaier gibt aus gesundheitlichen Gründen auf und schließt das Restaurant Ende Oktober. Und eine weitere Überraschung hat der Kehler Campingplatz aufzuweisen: Ein total neu erstelltes sehr komfortables Sanitärgebäude vom Feinsten.

Wir werden im nächsten Jahr mit Sicherheit wieder herkommen, wenn es die Gesundheit erlaubt.

Folgende Teilnehmer waren dabei:

Sabine + Jürgen

VW – Bus / Bootsanhänger

Conny

VW - Bus

Heide + Jürgen

WoWa / PKW

Barbara

WoWa / PKW

Monika + Walter

WoWa / PKW

Gisela + Peter

WoMo

JüHü - im Oktober 2019 (Text und Fotos)
Bericht aus KSR-Nachrichten 2019/6

Weitere Fotos findet ihr hier